Albaner in Hitlers SS-Divisionen
Albert Ramaj untersucht ein heikles Thema. Die 21. Gebirgs-Division der Waffen-SS «Skanderbeg» war im März 1944 aufgestellt worden, als nach der italienischen Kapitulation ganz Albanien von den Deutschen besetzt war. Unter Führung des Kosovo-Albaners Bedri Peja(ni), eines bekannten Antisemiten, haben sich die Aktivitäten der Division «Skanderbeg» (die in ihrer Bestzeit 9000 Mann zählte) besonders gegen Juden, Serben und Zigeuner gerichtet: Pejani und seine Division «Skanderbeg» waren für die Deportation der Juden aus dem Kosovo in die Konzentrationslager verantwortlich. Ramaj belegt diese Geschichte mit hunderte von Dokumenten aus Archiven.Wer waren diese Männer und warum die Sympathie mit einem der schlimmsten Tyranen der Geschichte.
Voraussichtliche Projektende: Ende 2012
Albaner in der Schweiz
(1431 bis heute)
Albert Ramaj und Zef Ahmeti forschen durch die Jahrhunderte und entdecken interessantes: Die ersten Kontakte, die die zwei Forscher durch Dokumenten argumentieren können sind die des Jahres 1431 – während des Basler Konzils. Nach Basel wurden offiziell (unter anderen) auch die Albanische Bischöfe eingeladen.
Aus dem Inhalt:
Elena Gjika (alias Dora d`Istria- Albanerin) ist die erste Frau, die das Jungfraujoch – den Mönch im Jahre 1857 – erreichte.
Dora d’Istria wurde nicht nur durch ihre in verschiedenen Sprachen erschienen Publikationen über das infolge des aufgekommenen Alpinismus immer beliebter werdende Reiseland Schweiz bekannt; sie genoss den Ruf, die erste Frau gewesen zu sein, die den Gipfel des Mönch beim Jungfraujoch im Berneroberland aus eigener Kraft erreicht zu haben. Dieser Mut und ihre Begeisterung für die Alpen machte sie für die Schweizer Geschichte sehr bekannt und heute bietet sie einen geistigen Fundus für die ‚Gender‘-Forschung der Frauen aus dem 19. Jahrhundert..
Voraussichltiche Projektende 2014
Albert Ramaj (Hg.) Geschichte der Albaner – von der Antike zur Gegenwart.
Albert Ramaj vereint in dieser Ausgabe viele (international) Forscher, die sich bemühen eine vollständigere und objektivere Geschichte und Historiographie der Albaner zu schreiben.
Voraussichtliche Projektende: Ende 2013.
Namik Ressuli: Il „Messale“ di Giovanni Buzuku.
Riproduzione e trascrizione. Citta del Vaticano 1958.
Das Werk wird von der Albanischen Institut neu herausgegeben. Vom 20. März 1554 bis zum 5. Januar 1555 arbeitete Giovanni Buzuku an der Übersetzung des «Missale Romanum». Der Druck umfasst 188 Seiten. Schon vom Umfang her ist es das bedeutendste altalbanische Sprachdenkmal. Das einzige bekannte Exemplar des Buches ist im Besitz der Vatikanischen Bibliothek.
«Meshari» enthält die liturgischen Texte für die katholischen Feiertage, Auszüge aus der Bibel, verschiedene Gebete und Rituale sowie einige katechetische Texte. Die Initialen sind geschmückt, darüber hinaus sind auch zahlreiche andere Illustrationen enthalten. Buzuku verwendete das lateinische Alphabet, welches er um einige zusätzliche Buchstaben vermehrte, um die Laute der albanischen Sprache wiederzugeben. Das Messbuch ist im Dialekt von Malësia e Madhe, einer Region nordöstlich von Shkodra, abgefasst.
Projektende: 2013
Xhemal Ahmeti: Südosteuropäische Erinnerungskulturen – Konstruktionen und Renarrationen.
Ahmeti erforscht kollektive Symbole, Mythen, Geschichten und Erinnerungsorte verschiedener Völker Südosteuropas und vergleicht sie miteinander. Daraus resultiert eine Tatsache, was insbesondere die nationalen Politführer der südosteuropäischen statten nicht erfreuen wird: Es ist wissenschaftlich unbeweisbar wem welche Geschichte gehört? Vielmehr stimmt die Hypothese, dass die meisten Identitätsstiftenden Elemente der südosteuropäischen (verfeindeten) Ethnien aus der gleichen Quelle stammen.
Voraussichtliche Projektende Ende 2012.
Albert Ramaj (Hg.) Jesuiten bei den Albanern.
Die Anwesenheit der Jesuiten in Albanien datiert im Jahre 1841. 1854 wurde auf Beschluss des Vatikanischen Missionsbüros und der albanischen Bischöfe in Scutari das Priesterseminar für die gesamte Region der südlichen Balkanländer eröffnet.
Ab 1927 begannen die Jesuiten von der «Mission von Haus zu Haus» auch in Tirana zu arbeiten, wo sie die wenigen dort lebenden Katholiken seelsorglich betreuten. 1944 als die Kommunisten die Macht ergriffen versuchten die Institutionen der Jesuiten zu zerstören. Viele von denen wurden exekutiert oder in Verbannung geschickt. Es begann eine grausame Unterdrückung mit dem Ziel, den katholischen Klerus zu vernichten. Albert Ramaj und viele andere kroatische, albanische, deutsche, italienische (usw.) Forscher schreiben die Geschichte dieser Mission unter den Albanern.
Die vollständige Liste der laufenden Projekte folgt
Thema
- Bedrängte Juden im Kosovo im Zweiten Weltkrieg
11. Januar 2012 | 08:34
Im Kosovo hat es schon vor mehr als 550 Jahren Juden gegeben, so sind für das Jahr 1448 sechs jüdische Familien in Novobrdo bei Prishtina bezeugt.
Von Albert RAMAJ
Im Jahre 1737 sollen allein in Gjakova etwa 600 Juden, in Prishtina ca. 350 Juden gelebt haben, hier ist auch eine jüdische Gemeinde erwähnt. Während [...]
- Die Rettung der Juden in Albanien
11. Januar 2012 | 04:16
Jüdische Spuren finden sich auf albanischem Boden seit dem 7. Jahrhundert. So sind 2003 zwei israelische Professoren,Ehyd Netzer und Gideon Foerster, nach Forschungen in Saranda (Südalbanien) zu der Auffassung gelangt, dass die dortige Basilika früher als Synagoge gedient haben muss.
Von Albert RAMAJ
Darüber hinaus gibt es in der Region vereinzelt noch frühere Spuren, [...]
- Die Diplomatie des königlichen Albaniens über die Rettung der Juden
11. Januar 2012 | 04:14
Mit der Verkündung der Nazidoktrin “final solution” – die als Basis (Anfang der `30 Jahren) der Vernichtungsgewalt gegen Antisemitismus diente, wird in Albanien eine substanzielle Wende im Standpunkt der Diplomatie des königlichen Albaniens gegenüber dem Schicksal der Juden nachgewiesen.
Prof. Dr. Shaban Sinani
Albanien selbst hatte kein Problem mit einheimischen Juden. Die albanische Diplomatie [...]
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- Bedrängte Juden im Kosovo im Zweiten Weltkrieg
Analysis
- Kadare – der zerrissene April
6. Januar 2012 | 09:19
Vortrag von PETER FAESI an der Uni St. Gallen (im Rahmen der öffentlichen Vorlesungen) über Kadare und seinen Roman “Der zerrissene April”, St. Gallen, November 2005.
Das Thema BlutracheIsmail Kadare, geboren 1936 in der südalbanischen Stadt Girokaster, darf ohne Übertreibung als der bedeutendste Schriftsteller Albaniens und mit seinem umfangreichen Werk bereits als eigentlicher [...]
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Archiv von Analysis »
- Kadare – der zerrissene April
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